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Gewerbereise 2008 - Berichtet von Rahel Weiss

Endlich ging die Reise los und alle waren sehr gespannt wohin sie uns führen sollte, denn unsere beiden Reiseleiter Anita und Ruedi hatten nur das Nötigste preisgegeben.

Also es ging via Postauto über Ebertswil, Kappel, Ürzlikon nach Baar zum Bahnhof von dort bestiegen wir die Bahn, die uns mit Umsteigen in Zug nach Luzern beförderte.Nun das nächste Geheimnis. Es ging weiter mit dem Schiff Richtung Viznau, wo wir alle durstig von Bord gingen.... und schon die nächste Überraschung.... der Durst wurde gestillt bei dem ehemaligen Rest. Schönegg Wirt Phillipp, der uns mit Getränken und Schinkengipfeli verpflegte. Frisch gestärkt ging die Reise weiter wieder per Schiff zum Anlegesteg Kehrseite, dort teilten die Reiseleiter mit, dass nun unser gutes Schuhwerk zum Einsatz komme, doch schon nach 300 Meter zog es Anita und Ruedi ins Rest. Tell wo wir unser Mittagessen geniessen konnten und es war wirklich fein... Mit vollen Bäuchen begaben wir uns um 14.00 Uhr an die Bähnlistation. Die Bahn ist 944 Meter lang, überwindet eine Höhendifferenz von 440 Meter und hat eine Neigung von 27 bis 58 Prozent. Die Kapazität pro Stunde liegt bei 630 Personen, pro Wagen sind es 80 Personen.

 

                                                    bahn

 

Also liessen wir uns von der Bahn in kurzer Zeit in die Höhe befördern..... Und dann wurde unser gutes Schuhwerk wirklich auf die Probe gestellt... endlich wir wandern und wandern und wandern bis zur Talstation Hammetschwandlift..... 

Der Hammetschwand-Lift

1897 : Der rührige Unternehmer Franz Josef Bucher-Durrer beschloss auf dem Bürgenstock Spazierwege anzulegen und liess ab 1897 an der steilen Nordflanke den sog. Felsenweg erstellen. Fünf Jahre dauerte der Bau der kleinen Tunnels, der Felsausschnitte und der 6 bis 7 Meter hohen Stützmauern.
1903 : Kaum war der Weg bis zum Känzeli fertig, begeisterte sich Bucher-Durrer für eine neue Idee: Warum nicht vom Felsenweg aus den höchsten Punkt des Bürgenberges, die 1128 Meter hohe Hammetschwand, mit einem Lift erschliessen? 1903 war Baubeginn. Die hölzerne, mit Zinkblech beschlagene 8-Personen-Kabine fuhr vorerst mit 1 m/s.
1936 : Die Firma Schindler baute in Luzern, gemeinsam mit dem Hotelpersonal, den Lift um. Die Geschwindigkeit wurde auf 2,7 m/s erhöht, damit der Hammetschwand-Lift der schnellste Aufzug Europas bleiben konnte, nachdem ihn der Lift des Olympia-Turms in Berlin mit 2,3 m/s zu überflügeln drohte. Die neuen Leichtmetallkabinen wurden für zwölf Passagiere konzipiert, Turm, Führungsschienen und Antrieb entsprechend verstärkt.
1959/60 : Eine weitere Sanierung und Verstärkung des Turmes erfolgte 1959/60, ebenso der Einbau eines modernen Antriebs für sanftes Anfahren und Anhalten und eine Geschwindigkeit von 4 m/s. Der Lift war stets eine grosse Attraktion. Von der Betriebseröffnung 1905 bis zum Betriebsunterbruch 1990 benutzten ihn rund vier Millionen Menschen.
1990 : Behördliche Auflagen verlangten 1990 eine gründliche Sanierung der Anlage oder die Betriebseinstellung. Der Kostenvoranschlag für die geforderten Massnahmen von 1,5 Mio. Franken überstieg die finanziellen Möglichkeiten des bisherigen Besitzers. Zusammen mit dem Aufzugunternehmen Schindler wurde deshalb die Hammetschwand-Lift AG gegründet. Seit der Sanierung erfreut der neue Lift die Bürgenstockbesucher mit feuchtigkeitsgeschützter, auf drei Seiten verglaster Panorama-Kabine. Die Bedienung erfolgt durch einen Liftführer oder durch die Passagiere selbst. Damit die Aussicht länger bewundert werden kann, wurde die Fahrgeschwindigkeit wieder auf 3,15 m/s gesenkt.

 

                                                        lift

 

Einige nahmen die Hilfe des Lifts in Anspruch, andere wanderten weiter in die Höhe........Richtung Bürgenstock.. Oben angekommen genossen wir zuerst einmal die wunderschöne Aussicht, womit ich das wunderschöne Wetter das wir extra für die Reise bestellt haben besonders erwähnen darf.

Schon wieder waren unsere Kehlen ziemlich ausgetrocknet und zum Glück war immer ein Zapfhahn in der Nähe, der das Problem sofort beseitigte... Anschliessend ging es zu Fuss abwärts, wobei wir sehr enttäuscht wurden, weil wir den versprochen Wasserfall weder gesehen noch überquert haben, ich glaube Ruedi hatte beim Rekognoszieren eine Halluzination...oder hat er wohl zuviel.....aber lassen wir das. Unten angekommen wie sollte es auch anders sein, hatten wir natürlich wieder durst und wieder wurde die Kehle mit etwas Kühlem balsamiert.. Danach ging es mit der Bahn abwärts. Am Ziel angekommen begaben wir uns sofort an Bord. des Schiffes, das uns zurück nach Luzern schipperte.

Am Hafen gelandet... nein keine trockene Kehle, vielleicht ein bisschen... doch..? nun hatten wir Zeit zur Verfügung, die wir ohne Reiseleitung nutzen konnten... jetzt weiss ich natürlich nicht wohin es die Anderen hingezogen hat, also Fritz und Susanne haben Jörg und mich  in die Rathaus Brauerei geführt. Dort gab es Panaché, Bier und feine Brezel. Um 19.00 Uhr war Treffpunkt am Bahnhof Luzern, die Bahn via Zug nach Mettmenstetten fuhr ab, natürlich nachdem wir alle eingestiegen waren.. aber, warum Mettmenstetten...? dort hält doch gar kein Postauto und schon gingen die Spekulationen los, wie wir wohl von Mettmenstetten nach Hausen kommen würden... müssen wir etwa noch mal unser Schuhwerk testen... ?.. nein natürlich nicht...

 jööööööö da stehen doch tatsächlich zwei Planwagen mit Pferden bereit, die uns zur grossen Überraschung mit Bier und Wein beladen nach Hausen befördern sollten. Kaum eingestiegen, schon wurden Becher gefüllt, Stimmbänder geölt und das erste Lied angestimmt... singend, lachend und vollkommen beeindruckt von dem wunderschönen, erlebnisreichen Tag  kamen wir um 22.00 Uhr in Hausen auf dem Löwenplatz an.......

Ich spreche wohl im Namen aller beteiligten Gewerblern.... Es war einfach ein perfekter Tag...  Ein rieses Dankeschön an die Reiseleiter Anita und Ruedi es war toll.....

 Ich freue mich schon heute auf die nächste Gewerbe – Reise, wer weiss vielleicht eine zweitägige...?

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